Nachteilsausgleich

Informationen zum Nachteilsausgleich und zum Notenschutz: 
Rechtliche Grundlage: Schulordnung für schulartübergreifende Regelungen an Schulen in Bayern
(Bayerische Schulordnung – BaySchO) Vom 1. Juli 2016

Verfahrensweise bei einer dauernden Beeinträchtigung zur Gewährung von Individuellen Unterstützungsmaßnahmen, Nachteilsausgleich und Notenschutz an Fachoberschulen und Berufsoberschulen


Verfahrensweise bei Lese-Rechtschreib-Störung


Bereits attestierte Lese-Rechtschreib-Störung

Schüler, bei denen bereits eine schulpsychologische Bestätigung der Lese- Rechtschreib-Störung (inkl. Lese-Rechtschreib-Schwäche) für den Besuch der Vorgän-gerschule vorliegt, beantragen kein neues Gutachten.

 
Bisher noch nicht attestierte Lese-Rechtschreib-Störung (Erstbegutachtung)

Sofern gravierende Rechtschreibprobleme bereits über einen längeren Zeitraum bestanden haben und bislang keine Attestierung erfolgt ist, muss begründet werden, warum bisher keine Lese- Rechtschreib-Störung bescheinigt wurde.

Zur Begutachtung haben die Betroffenen die Wahl, sich entweder ausschließlich an den zuständigen staatlichen Schulpsychologen zu wenden oder einen Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie aufzusuchen. Sofern ein fachärztliches Gutachten erstellt wird, ist des Weiteren immer auch der zuständige staatliche Schulpsychologe zu konsultieren.

Bei Bestätigung einer Lese-Rechtschreib-Störung führt der Schulpsychologe ein ausführliches Beratungsgespräch mit dem Schüler und ggf. dessen Erziehungsberechtigten, in dem er insbesondere über Individuelle Unterstützungsmaßnahmen, Nachteilsausgleich und Notenschutz informiert. Er erstellt eine schulpsychologische Stellungnahme, welche er anschließend der Schule zuleitet.

Verfahrensweise bei einer dauernden Beeinträchtigung
Schüler mit einer dauernden Beeinträchtigung oder chronischen Erkrankung wird im Rahmen des pädagogischen Ermessens Individuelle Unterstützung gewährt. Die Gewährung von Nachteilsausgleich setzt einen Antrag voraus. Betroffene Schüler und Erziehungsberechtigte erhalten auf Wunsch ein Beratungsangebot zu Individuellen Unterstützungsmaßnahmen, Nachteilsausgleich und Notenschutz; sofern gewünscht kann sowohl vom Betroffenen selbst als auch von der Schule der mobile sonderpädagogische Dienst (MSD) oder ein Schulpsychologe hinzugezogen werden.

Zuständigkeit

 

Zuständig für die Entscheidung über Nachteilsausgleich und Notenschutz bei dauernder Beeinträchtigung ist der Ministerialbeauftragte für die Berufliche Oberschule und zwar für alle Jahrgangsstufen.

Über Individuelle Unterstützungsmaßnahmen entscheidet die Schule. 
 

Zeugnisbemerkung

Eine Zeugnisbemerkung erfolgt nicht beim Nachteilsausgleich, sondern nur beim Notenschutz, hier aber auch, wenn er nur für Teile des Zeugniszeitraums gewährt wurde. Die Zeugnisbemerkung benennt die nicht erbrachten oder nicht bewerteten Leistungen. Ein Hinweis auf die Beeinträchtigung unterbleibt.

 

 Mit diesem Formular können Sie über die Schule einen Nachteilsausgleich beantragen