Theater

Wozu Schultheater?

 Theater ist von Schnee gemacht. Er schmilzt, wenn die Sonne aufgeht und hinterlässt keine Spuren, keine sichtbaren Spuren. Und doch tränkt er den Boden auf dem Neues erwächst.
  (Stanislawski, Regisseur und Theaterlehrer, 1863-1938)

 Braucht die FOS/BOS Schultheater?

Sind die Jugendlichen dieser Schulform nicht zu alt fürs Spielen?

Und vor allem: Sollten sie ihre Zeit nicht sinnvoller nutzen?

Tatsächlich bekommt man als Lehrerin häufig Absagen, wenn es darum geht, sich für ein „Fach“ zu engagieren, das seine Hauptprobenzeit am Freitagnachmittag hat und  für das man auch mal ein Wochenende opfern muss, ohne eine Note als Gegenleistung zu bekommen. Andrerseits sind diejenigen, die an einer Produktion mitarbeiten, auch immer sehr stolz auf die Aufführung, die sie jeweils Mitte Februar ihren Freunden und Familien präsentieren können.

Was lernt man jetzt also durch das Schultheater?
Zunächst mal natürlich die Theaterarbeit als solche: Wohin stellt man sich auf der Bühne? Wie spricht man zum Publikum? Wie nimmt man einen Szenenwechsel vor? Wie geht man mit Licht und Musik um? Wie vermittelt man Gefühle? Wie bringt man überhaupt das Geschriebene ins Bildliche? Man erarbeitet sich auch- wie nebenbei- einen Maßstab für die Ästhetik des professionellen Theaters: Wo fängt die eigentliche Kunst an, was ist pure Nachahmung von Altbekanntem?

Zusätzlich werden wesentliche Schlüsselqualifikationen geschult: Wie präsentiert man sich vor einem großen Publikum? Wie geht man auf andere zu? Wie übt man Kritik ohne verletzend zu sein? Kooperations-, Konflikt- und Konsensfähigkeit sind bei den Proben gefordert. Es geht ja in unserem Schultheater nicht primär darum, ein Stück Text auf der Bühne in verteilten Rollen zu sprechen, sondern nach unseren Möglichkeiten eine interessante Inszenierung für das Publikum zu bieten. Und genau das ist das Spannende am Schultheater: Jedes Jahr findet sich an der FOS/BOS eine neue Gruppe, die schulartbedingt nur teilweise auf erprobte Mitglieder zurückgreifen kann. Und jedes Mal ist es ein neues Zusammenraufen und ein neues Ausprobieren. Das Wesentliche ist die Erkenntnis, dass es immer auch eine andere Interpretation, eine andere Spielart und eben eine andere Möglichkeit gibt. Dieses Bewusstsein lässt sich auf alle Lebensbereiche übertragen: Es hilft, aus festgefahrenen Wegen freizukommen und fördert die Kreativität, die der künftige Sozialarbeiter ebenso wie der Betriebswissenschaftler und der Ingenieur für seinen Beruf benötigen wird.

 

Marina Krauß

Staatliche Fach- und Berufsoberschule

Umweltschule in Europa
Schule ohne Rassismus-
Schule mit Courage

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